Accenture-Studie ergab, dass die Reiseausgaben 2005 weltweit auf über sechs Billionen US-Dollar stiegen Wien, 15. Mai 2006 – Der Boom der Reise- und Tourismusindustrie hält an. Die Ausgaben für Reisen und Tourismus stiegen 2005 gegenüber dem Vorjahr weltweit um 5,7 Prozent auf über sechs Billionen US-Dollar. Der positive Trend setzt sich fort: Für 2006 wird eine Steigerung von 4,6 Prozent auf 6,5 Billionen US-Dollar erwartet. In den kommenden zehn Jahren wird die Branche jährlich um voraussichtlich rund 4,2 Prozent wachsen. Dies ist das Ergebnis der Studie „2006 Tourism Satellite Accounting", die der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture gemeinsam mit dem World Travel & Tourism Council (WTTC) durchgeführt hat. Die Untersuchung gibt über die weltweiten Ausgaben für Reisen und Tourismus im vergangenen Jahr Auskunft und liefert Prognosen zur künftigen Branchenentwicklung in 174 Ländern. Durchgeführt wurde die Studie vom Wirtschaftsforschungs-Institut Oxford Economic Forecasting (OEF). Die jüngsten Ereignisse wie die Tsunami-Katastrophe in Südostasien und die Bombenanschläge in London und Ägypten haben laut Accenture und WTTC trotz ihrer lokalen Auswirkungen den weltweiten Tourismus nicht wesentlich beeinträchtigt. „Die Reise- und Tourismusindustrie ist von enormer Kraft und Dynamik geprägt und verhilft als Job- und Konjunkturmotor ganzen Volkswirtschaften zu nachhaltigem Wachstum“, sagt WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten. Für 2006 stellt die Studie folgende Prognosen auf:
- Die Reise- und Tourismusbranche wird um 4,6 Prozent auf 6,5 Billionen US-Dollar wachsen.
- In den kommenden zehn Jahren wird das jährliche Wachstum bei 4,2 Prozent liegen und damit langfristig auf einer soliden Basis stehen.
- Die Ausfuhren durch Besucher werden in Folge der wachsenden internatio¬nalen Reisetätigkeit im Jahr 2006 um fast 900 Milliarden US-Dollar zunehmen. Dies entspricht einem Wachstum von 6,5 Prozent.
- Der Anteil der Reise- und Tourismusindustrie am weltweiten Bruttosozialprodukt wird 2006 3,6 Prozent betragen. Unter Berücksichtigung aller direkten und indirekten Beiträge zur weltwirtschaftlichen Entwicklung - zum Beispiel durch das Wachstum tourismusnaher Branchen wie Reinigungs- und Catering-Unternehmen - erreicht der Anteil sogar bis zu 10,3 Prozent.
- Durch die Reise- und Tourismusindustrie werden in diesem Jahr weltweit 2,5 Millionen neue Jobs entstehen. Mit 76,7 Millionen Arbeitsplätzen stellt die Branche damit 2,8 Prozent aller Jobs weltweit.
Erfolg durch Nutzen der Markt- und Kundendaten „Wollen Unternehmen in der Touristikbranche von dem prognostizierten Wachstum profitieren, sind sie auf verlässliche Informationen zur Marktentwicklung angewiesen", sagt Guido Haarmann, zuständiger Partner bei Accenture. „Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die Markt- und Kundendaten systematisch nutzen. Integrierte Kundenbindungs- wie auch Planungs- und Steuerungssysteme spielen dabei eine Schlüsselrolle." Spitzenreiter Montengro Das Land Montenegro führt inzwischen zum dritten Mal in Folge die „Top 10" der wachstumsstärksten Reiseländer an. Ein Grund für diese im internationalen Vergleich höchsten Zuwachsraten liegt darin, dass die Tourismusbranche dort nach wie vor als Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung und zusätzliche Arbeitsplätze gilt. Indien und China belegen die Plätze zwei und drei. Mit Rumänien, Kroatien, Lettland und Albanien sind auch vier mittel- und osteuropäische Staaten unter den „Top 10". 

Österreich verzeichnet hohe Ausgaben und Einnahmen im Tourismus-Bereich Österreich belegt beim Ranking der Länder, die 2006 am meisten für Reisen und Tourismus ausgeben werden, mit 17,4 Millionen US-Dollar den 8. Rang. Gleichzeitig wird Österreich den Prognosen zufolge durch Ausfuhren der ausländischen Besucher Einnahmen im Wert von 21,6 Millionen US-Dollar erzielen. Österreich liegt damit im internationalen Vergleich an 10. Stelle. Tourismus hilft beim Wiederaufbau „Reise und Tourismus bieten Regionen wie New Orleans, das im vergangenen Sommer unter den Verwüstungen des Hurricanes Katrina zu leiden hatte, große Chancen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Infrastruktur. Die Bilder des Straßenkarnevals Mardi Gras haben gezeigt, welch hohes Maß an Kraft und Vitalität unsere Branche freizusetzen vermag. Wir haben gesehen, wie die Einwohner von New Orleans in ihre Stadt zurückgekehrt sind", meint Baumgarten. Die Studie „2006 Tourism Satellite Accounting" steht unter www.wttc.org zum Download bereit. Informationen zum World Travel & Tourism Council (WTTC): Das World Travel & Tourism Council (WTTC) ist das Forum der führenden Unternehmen der Reise- und Tourismusindustrie. Zu seinen Mitgliedern zählen die Top-Manager von rund 100 weltweit führenden Unternehmen der Branche. Damit verfügt der WTTC über einen umfassenden Überblick aller relevanten Themen rund um Reise und Tourismus. Ziel des WTTC ist es, Bekanntheit und Wahrnehmung der Reise- und Tourismusindustrie als eine der weltweit größten Branchen zu erhöhen, die rund 200 Millionen Menschen beschäftigt und über 10 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes erwirtschaftet. To Top |